Robert Wittinger's "Maldoror-Requiem, Op. 42" ist ein faszinierendes Werk der zeitgenössischen klassischen Musik, das 1992 unter dem Label Cadenza veröffentlicht wurde. Mit einer Gesamtlänge von 56 Minuten bietet dieses Album eine tiefgründige und intensive Hörerfahrung, die sich aus vier beeindruckenden Teilen zusammensetzt: "Introitus," "Kyrie," "Sequentia diabolica" und "Lacrymosa et prosa."
Komponiert zwischen 1984 und 1986, ist das "Maldoror-Requiem" eine monumentale Komposition für acht Solisten, gemischten Chor, Erzähler und großes Orchester. Die Texte stammen von Martin Grzimek, inspiriert von den Werken des Comté de Lautréamont. Wittinger gelingt es, eine düstere und mystische Atmosphäre zu schaffen, die den Hörer in die Welt des surrealistischen Romans "Les Chants de Maldoror" eintauchen lässt.
Die vier Teile des Requiems sind jeweils einzigartig in ihrer musikalischen Ausdruckskraft und erzählerischen Tiefe. Der "Introitus" beginnt mit einer intensiven und dramatischen Eröffnung, während der "Kyrie" eine fast liturgische Stimmung erzeugt. Die "Sequentia diabolica" ist ein Höhepunkt des Werks, voller komplexer harmonischer Strukturen und rhythmischer Vielfalt. Abschließend bietet die "Lacrymosa et prosa" eine melancholische und reflektierende Atmosphäre.
Robert Wittinger, ein bedeutender Komponist der modernen klassischen Musik, zeigt in diesem Werk sein außergewöhnliches Talent für die Verschmelzung von literarischen und musikalischen Elementen. "Maldoror-Requiem, Op. 42" ist ein Meisterwerk, das sowohl Musikliebhaber als auch Literaturinteressierte gleichermaßen begeistern wird.
Róbert Wittinger, geboren am 10. April 1945 in Knittelfeld, Österreich, ist ein renommierter Komponist ungarischer Abstammung, der in den 1980er Jahren zu den meistgespielten Komponisten Deutschlands zählte. Wittinger studierte in Budapest bei Zsolt Durkó und vertiefte seine Kenntnisse in elektronischer Musik in München. Seine Werke, die nicht experimentell, sondern zugänglich konzipiert sind, umfassen Orchesterstücke, Kammer- und Ballettmusik. Ein Höhepunkt seines Schaffens war die Gründung des Hambacher Kompositionspreises im Jahr 1984, der weltweit ohne Altersbeschränkung ausgelobt wurde und besonders durch die hohe Beteiligung von Frauen neue Maßstäbe setzte. Wittinger lebt in Bensheim an der Bergstraße und hat zahlreiche Auftragswerke für renommierte Ensembles wie das Budapest Trio geschaffen. Seine Sinfonien und andere Kompositionen sind auf verschiedenen Plattformen erhältlich und bieten einen faszinierenden Einblick in sein vielseitiges Schaffen.
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