Georg Kreisler, geboren am 18. Juli 1922 in Wien, war ein vielseitiger Künstler, der als Kabarettist, Komponist, Regisseur und Schriftsteller internationale Bekanntheit erlangte. Seine Karriere war geprägt von einer einzigartigen Mischung aus Zynismus und Makabrität, die besonders in seinen Liedern wie "Tauben vergiften im Park" zum Ausdruck kam. Als Jude musste er während der NS-Herrschaft aus Österreich fliehen und emigrierte in die USA, wo er 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm und als Soldat im Zweiten Weltkrieg diente. Nach dem Krieg kehrte er nach Europa zurück und wurde zu einer Legende des Kabaretts, inspiriert von den großen Traditionen der Weimarer Republik. Kreisler lebte ein Leben als Nomade, wechselte häufig seinen Wohnort und tourte ausgiebig, zunächst mit seiner Frau Topsy Küppers und später mit Barbara Peters. Seine Werke sind nicht nur musikalisch, sondern auch literarisch und theatralisch von großer Tiefe und Originalität. Georg Kreisler verstarb am 22. November 2011 in Salzburg, hinterließ jedoch ein bleibendes Erbe in der Welt der Kunst und Kultur.